Der Klassiker: Federkernmatratzen
Bei Federkernmatratzen ist im Inneren ein Geflecht aus spiralförmigen Metallfedern verantwortlich für die Elastizität und Qualität der Matratze. Zwischen den Federn, die auch einzeln in Taschen eingenäht sein können, befindet sich also viel Luft. Dadurch können Federkernmatratzen besser atmen als Schaumstoffmatratzen, sind also besser belüftet, nehmen auch weniger Feuchtigkeit auf trocken auch schneller wieder ab. Für stark schwitzende Menschen oder in feuchten Wohnungen ist deshalb eine Federkernmatratze eine sehr gute Wahl.

Durch eine unterschiedliche Stärke und Länge jeder einzelnen Feder sowie durch die Anzahl und Verbindung der Federn insgesamt können unterschiedliche Härtegrade und Liegeeigenschaften erzeugt werden. Erster Anhaltspunkt bei der Auswahl einer Federkernmatratze sollte das eigene Körpergewicht sein. Je schwerer man ist, desto straffer sollten die Federn sein und umso größer ihre Anzahl. Für Kinder oder leichtgewichtige Menschen sind demnach weichere Federn und eine geringere Anzahl von Federn ausreichend.
Generell kann man auch an der Höhe einer Federkernmatratze ihre Qualität erkennen. Je höher eine Matratze ist, desto hochwertiger ist ihre Verarbeitung. Der Kern an sich wird hier noch durch verschiedene Auflagen ergänzt, diese können bei einfachen Modellen aus Filz bzw. Vlies bestehen, aber auch aus verschiedenen Schaumstoffen wie Latex, Visco oder Tempur. Dadurch verbessert sich nicht nur der Liegekomfort, sondern die Matratze wird auch widerstandsfähiger gegen Hausstaub- oder Milbenbefall. Wie bei allen Matratzen sollte der Bezug abziehbar und waschbar sein.
Der Endlosfederkern
Bei dieser Federkern-Variante sind die Federn nicht einzeln, sondern miteinander verflochten. Dadurch sinkt die Matratze bei Druck nicht punktuell, sondern großflächiger ein. Es ist die einfachste und preiswerteste Ausführung eines Federkerns, an den man keine besonders hohen Ansprüche stellen darf. Viele kennen sie vielleicht noch aus ihrer Jugend- bzw. Kinderzeit. Als Matratze fürs Kinderzimmer leistet sie jedoch gute Dienste, beachtet man ihre guten Belüftungseigenschaften, die stabile Oberflächenspannung (welches Kind hüpft nicht gern auf der Matratze herum) und den geringen Anschaffungspreis.
Der Bonellfederkern
Matratzen mit diese Federkonstruktion wird auch sehr gern für Kinder- bzw. Jugendbetten verwendet. Die Spiralfedern sind in der Mitte tailliert, wodurch sie eine hohe Elastizität an den Tag legen können. Am oberen und unteren Ende sind die Federn geschlossen. Alle Federn sind an den äußeren Schlaufen miteinander verbunden, wodurch die Oberfläche wiederum eine höhere Spannkraft erhält und ein punktuelles Einsinken nicht ermöglicht.
Der Taschenfederkern
Hier wird jede Spiralfeder einzeln in eine Stofftasche eingenäht, welche dann miteinander verklebt oder verklammert werden. So hat jede einzelne Feder die Möglichkeit, im Rahmen ihrer Tasche auf Druck zu reagieren, wodurch ein unterschiedliches Einsinken des Körpers gewährt wird.
Der Tonnentaschenfederkern
Im Unterschied zum normalen Taschenfederkern hat hier jede Feder eine bauchige Form, erinnert also ein wenig an ein Fass oder eine Tonne. Dadurch kann jede einzelne Feder auf Druck noch sensibler und flexibler reagieren, wodurch sich der Liegekomfort stark verbessert.
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